WICHTIGE MITTEILUNG – JETZT EINSPRUCH EINREICHEN

Bis zum 20. Oktober 2020 haben Sie die Möglichkeit, gegen die Teilrevision des regionalen Richtplans der Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg Einsprache einzureichen. Es geht um die Umzonung des Gebietes Lätten. Der Lätten ist heute eine landwirtschaftlich genutzte Reservezone und soll neu in eine Mischzone mit hohen Gewerbebauten und Wohnblöcken umgezont werden. Dagegen müssen wir uns wehren!

Wir haben für unsere Mitglieder und Unterstützer eine Vorlage für eine entsprechende Einsprache erstellt. Diese können Sie hier herunterladen und mit Ihren eigenen Angaben sowie Begründungen einreichen. Im Namen des gesamten Vorstands danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung!

Zur Information: Einsprachen/Einwendungen haben einen genau bezeichneten Antrag und dessen Begründung zu enthalten. Die Unterlagen zum Entwurf der Teilrevision des Regionalen Richtplans Zimmerberg 2019 können während den ordentlichen Öffnungszeiten auf den Gemeindeverwaltungen der Gemeinden Adliswil, Horgen, Kilchberg, Langnau a. A., Oberrieden, Richterswil, Rüschlikon, Thalwil und Wädenswil sowie im Sekretariat der Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg oder hier online eingesehen werden. Einwendungen sind schriftlich bis spätestens am 20. Oktober 2020 (Datum des Poststempels) einzureichen an:

Gemeinde Thalwil
Sekretariat Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg
Dorfstrasse 10
Postfach, 8800 Thalwil

Die Interessengemeinschaft „Schützt den Lätten – IG Adliswil | Kilchberg | Zürich“ wurde im September 2019 als überkommunaler Verein mit Vorstand sowie Mitgliedern aus den Gemeinden Adliswil, Kilchberg und Zürich-Wollishofen gegründet. Wir wollen uns als Bürger gemeinsam gegen das geplante Bauprojekt der Stadt Adliswil am heutigen Erholungsgebiet Lätten wehren.

Adliswil plant auf diesem Grüngürtel ihre Schwerindustrie (C4), das könnte KIBAG Betonwerk, Schneider Umweltservice und andere emissionsstarke Industrien betreffen, vom jetzigen Industriegebiet Sood an seine Grenzen zu Kilchberg und Zürich zu verlagern. Das Gebiet gilt als eine der letzten grünen Reservezone der Stadt Adliswil und dient als Acker- und Brachland. Die Familiengärten am Zwängiweg sind Teil des Lättens und ein wichtiger Rückzugs- und Erholungsort, auch für Adliswiler.

Die Quartierstrassen nach Zürich und Kilchberg sind bereits heute schon völlig übernutzt. Auf der Albisstrasse und im Zwängiweg staut sich morgens und abends der Verkehr. Als künftige Zufahrt ins Industriegebiet steht hier ein Kollaps bevor.

Wichtige Grünflächen, die in städtischen Gebieten heute schon sehr rar sind, gehen für immer verloren. Dieser grüne Gürtel dient der Biodiversität und vernetzt viele seltene Wildtiere aus den umliegenden Gebieten.

Nur aus einem Sachzwang heraus – die Industrie aus dem Sood braucht einen neuen Standort – eine anderes Quartier damit abzuwerten und gleichzeitig eine der letzten Landreserven in der Region zu opfern, ist keine zukunftsorientierte Politik. Nicht nur die Pandemie-Situation in diesem Jahr, sondern auch die Tendenz zum Überangebot an Schweizer Immobilien, zunehmendes Home-Office in den nächsten Jahren und der stetig wachsende Online-Handel, sind Gründe für eine künftig höhere Leerstandsquote bei uns.

Nicht zuletzt soll das Projekt nicht mehr als einer Kompensation der Adliswiler Steuerausfälle, bedingt durch den Wegzug von Generali und SwissRe, dienen.

 

Der Verein verfolgt daher mit grösstem Engagement die nachstehenden Ziele:

  • Schutz und Erhalt des gemeindeübergreifenden Gebietes Lätten als Natur- und Erholungsgebiet und als Teil der grünen Lunge Zimmerberg
  • Einflussnahme auf den Planungsprozess der Stadt Adliswil (Masterplanung, regionale Richtplanung, Bau- und Zonenplanung etc.)
  • Aufklärung der Bevölkerung im Zusammenhang mit der geplanten Entwicklung des Gebietes Lätten gemäss Masterplanung der Stadt Adliswil